Das schreiben die anderen


Andere sind prominenter: Ronald Galenza wurde später Musikjournalist und gilt als renommiertester Aufarbeiter der ostdeutschen Popgeschichte.

Thomas Winkler, in „Fluter“

 

Das - Festival Pop-Kultur - ist halt nicht einfach ein Festival mehr im prall gefüllten Berliner Veranstaltungskalender, sondern vielleicht doch etwas Besonderes, Anderes. Viele gute alte Bekannte aus dem Berliner oder Hamburger Szene-Leben der letzten 20 Jahre treten hier auf, von Gudrun Gut über Masha Qurella bis zu Mo Loschelder über Ronald Galenza bis zu Carsten Meyer aka Erobique und Andreas Dorau.

Gerrit Bartels, taz - 24/08/2017



"Rompe ist nicht Kruso, ... aber ein paar Facetten hat Kruso von Rompe geerbt. Es gibt gutes ein gutes Material über diese Zeit, Texte und Fotos, das habe ich benutzt, etwa für die Beschreibung der Konzerte am Strand. Wenn man möchte, kann man auch die beiden Musiker erkennen, die später Rammstein gegründet haben und auch heute noch in der Band sind."

Der Dichter Lutz Seiler über das Buch "Mix mir einen Drink" von R. Galenza und H. Havemeister, das in sein Buch "Kruso" (Deutscher Buchpreis 2014) eingeflossen ist.

Berliner Zeitung, S. 25 - 8/10/2014

 

Das Buch „Mix mir einen Drink“ ist ja nicht auf unser Anraten entstanden, sondern von Galenza und Havemeister. Da waren wir sozusagen nur Werkzeug.

Flake - Interview auf http://alternativmusik.de/

 

Aus Interviews mit zahllosen Weggefährten, von Musikerkollegen bis hin zum Volksbühnenstar Henry Hübchen, haben die Publizisten Ronald Galenza und Heinz Havemeister eine faszinierende deutsche Biografie zusammenmontiert - und vielleicht das beste momentan erhältliche Buch über den Untergang der DDR und die Jahre danach.

Peter Richter - Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

 

Manche kündigten neue Sendungen schon auf dem alten Sender an. Wieder andere konnten nicht mehr schlafen. Ronald Galenza zum Beispiel, der Indie-Freak von DT 64, wachte so lange, bis er beim Rockradio B zuschlug. „Ich konnte diese beschissene Ungewissheit einfach nicht mehr ertragen.“

Alexander Osang: in „Aufsteiger – Absteiger“  Ch. Links Verlag, Berlin

 

Im DDR-Rundfunk spielen Lutz Schramm, Ronald Galenza und Holger Lukas (DT 64) Die Genialen Dilletanten, Postpunk und experimentelle Musik aus Westberlin. Die Tapes und Vinyls erhalten sie über private Kontakte, beispielsweise versprengten SPEX-Autoren und zu Monika Döhring, der Betreiberin des Westberliner Loft.    

Wolfgang Müller (Die Tödliche Doris) in "Subkultur West-Berlin 1979–1989" - FUNDUS Band 203

 

Das 1986 erschienene Album "Keine Stars" der Band Pankow wurde von Teldec auch in der BRD verlegt. Das Album enthält den von Ronald Galenza getexteten Titel "Er will anders sein", der das Motto großer Teile der jungen Generation in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre der DDR wurde und dessen Refrain bei Live-Auftritten von Sänger und Publikum lautstark im Chor skandiert wurde

Bernd Lindner: "DDR Rock & Pop" - Köln

 

Mit unserem sich Ende der 80er ausbreitenden Individualismus suchten wir nach New-Wave- und Punkbands, die keiner kannte, weil uns das zu Checkern und Auskennern machte, und passenderweise fiel 1989 endlich diese beknackte Mauer. Den Soundtrack für die folgende Zeit des Umbruchs lieferte mir Ronald Galenza in seiner Sendung "Sonntagspätvorstellung" auf DT64. Seine Playlisten wurden zu Einkaufszetteln in West-Berliner Plattenläden.

Sascha Lange, Autor

 
Mir half, dass Rockmusik, als ich darüber zu schreiben begann, staatlicherseits längst den Stempel der Unbedenklichkeit bekommen hatte. Freilich nicht alle, wie die Kollegen bezeugen können, die sich mit den „anderen bands“ befaßten. Jürgen Winkler zum Beispiel, oder Lutz Schramm und Ronald Galenza. Ich schrieb nicht über Post Punk, World Music, Rap, Metal, so wichtig das alles ist.

Christoph Dieckmann: in „My Generation“ - Ch. Links Verlag, Berlin


Ronald Galenza bezeichnete die Situation damals in Ostberlin als „Wechselwirkungen offenen Ausgangs“, bei denen die künstlerischen Disziplinen sich auf kleinstem Raum verdichteten und verschränkten. Formate des WIR.

Matthias Einhoff, nGbK-Projektgruppe Berlin

 

Ich hatte keine Verwandtschaft im Osten. Ein paar flüchtige Bekannte, etwa Kassiber-Korrespondenten des Kölner Musikmagazins Spex. Und die hatten, wie der DJ Ronald Galenza oder der Kunsthistoriker Christoph Tannert, beste musikalische und künstlerische Netzwerke.

Markus Schneider, in „Berliner Zeitung“


Kaum jemand kennt die DDR-Kassettenszene besser als Ronald Galenza. Er taucht in Filmen auf, zum Beispiel in "Elektrokohle. (Von Wegen)" und er betreibt die großartige Internetseite www.beat-poet.de. Das klingt alles nach einem "geraden Weg", doch der war steiniger als vermutet.

Jan Drees in "Kassettendeck - Soundtrack einer Generation" (Eichborn)

 

Ausgiebig dokumentiert wurde die Szene bereits in dem Band "Wir wollen immer artig sein – Punk, New Wave, HipHop und Independent-Szene in der DDR 1980-1990", den Ronald Galenza und Heinz Havemeister 1999 bei Schwarzkopf & Schwarzkopf veröffentlicht haben und der vor kurzem in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist, ist einschlägig.

Sebastian Weirauch in "Freitag" Mai/2017

 

Zwei Jugendsender braucht kein Mensch, meinte der Einigungsvertrag und sah die Fusion von RADIO4U mit Rockradio B, dem Pendant des ORB vor. Die Macher von Rockradio B, zu erheblichen Teilen ehemalige MitarbeiterInnen von DT64, freuten sich ebenso wie ihre West-KollegInnen. Nämlich gar nicht.

Ronald Galenza fällt mir (neben einigen anderen) ebenso ein, mit dem ich ob seiner (nur auf den ersten Blick) „Ruppigkeit“ nicht wirklich schnell warm wurde, der mir aber so oft von allen Seiten als netter Kerl ans Herz gelegt wurde, bis ich das selbst auch bestätigen konnte.

Johnny Häusler in seinem eBook „I live by the river!“ (spreeblick.com)


Revolutionäre alten und neuen Typs! Der Berliner Radiomoderator und Diaschnipsel-Spezialist Jürgen Kuttner veranstaltet zusammen mit seinem Radiokollegen Ronald Galenza einen Salon mit vermischten Intellektuellen zwischen 30 und 50. Manchmal sind auch Leute aus der eher linksökologischen Zukunftsabteilung von Mercedes dabei. Dann trinkt man ein paar Bier und bespricht die Dinge, die grade anstehen.

Detlef Kuhlbrodt, in “taz“


Zu mir nahmen verschiedene Leute aus der Kunst-Indie-Szene Kontakt auf. Am natürlichsten ging das mit dem Team des Jugendklubs auf der "Insel der Jugend". Auf der Insel fanden sich einige Leute zusammen, die neben dem allgemeinen Unmut darüber, daß sonntags nichts los war, auch einen eigenen Musikgeschmack hatten. Es war vor allem das Projekt inspiriert von den Musikfans Ebi Fischel und Ronald Galenza. Die beiden nahmen bereits im  März 1986  Kontakt zu mir auf. Wir einigten uns schnell auf gegenseitige Unterstützung.

Lutz Schramm: in "Sonderstufe mit Konzertberechtigung"  in "DT 64 - Das Buch zum Jugendradio 1964 - 1993"

 

Da bin ich aber sehr angenehm überrascht, das es doch noch Leute wie Galenza gibt, die sich nicht darum scheren, was der allgemeine Trend so vorgibt und tatsächlich eine eigene Meinung mit fundiertem Hintergrundwissen kundtun. Ein echt gelungener Text der sofort in meinen Fundus wandert. Ronald ich find Dich klasse.

Ulli Putsch (Schlagzeuger der Band Syph)

 

Der Film „Elektrokohle“ fließt über O-Töne, teils aus dem Off, angenehm in sich ruhend, indem er das nie schreierische Archivmaterial gegen Bilder von heute setzt. Besonders „heiße“ Besucher von einst sind auf Spurensuche. Zum Teil haben sie für Insiderkreise bekannte Namen, heißen Ronald Galenza (einer der fähigsten DDR-Musikjournalisten) oder Claus Löser (Kinobetreiber und Filmjournalist). In der Zurückhaltung liegt die Kraft.

Andreas Körner (SZ)


Was ist Musik? Klaus Walter präsentiert den deutschen Herbst Teil 2: Zonic Affairs mit Alexander Pehlemann. ‘Kulturelle Randstandsblicke und Involvierungsmomente’ – mit diesem bewußt sperrigen Untertitel kommt das Zonic Magazin nun schon seit einigen Jahren daher. Zwar schreiben Schlüsselfiguren des DDR-Untergrunds regelmäßig für Zonic, Ronald Galenza oder Bert Papenfuß etwa, aber Zonic bedient damit keine Ostalgiker. Das Themenspektrum reicht von Drum´n´ Bass für Titos Waisen über Aleister Crowley und Lauria Anderson bis Bobby Konders, Sybille Berg und Thomas Brasch. Open minded, sagt man da wohl.

Klaus Walter, Autor & DJ

 

Die Zeitschrift "Abwärts!" bietet das Beste an Autorinnen und Autoren, die der literarische Untergrund der Hauptstadt zu bieten hat. Die Mischung aus politischen Statements, in Versen oder Essays, macht das Blatt zu einem der derzeit der spannendsten literarisch-politischen Magazine. Neben vielen anderen angesehenen und geschätzen Autoren gibt es einen sehr erhellenden Beitrag »Kalter Krieg der Konzerte« von Ronald Galenza über die Musikszene in West- und Ost-Berlin. Dazu gibt es immer jede Menge Gedichte, und jedes Heft wird von einem Künstler oder einer Künstlerin illustriert oder graphisch gestaltet.

Jochen Knoblauch, Literatur-Beilage der Jungen Welt (12.03.2015)


... In dieser Zeit wurde gerade Rockradio B gegründet, wo zehn Kollegen von DT 64 weitermachten. Und die haben händeringend Wort-Journalisten gesucht. Am zweiten Weihnachtstag 1992 hing dann ein Zettel von Ronny Galenza bei mir an der Tür, ob ich nicht Lust hätte, beim Radio anzufangen. Ich dachte, davon hab ich keine Ahnung, das könnte ganz interessant werden.

Jürgen Kuttner aus:"Sprechen kann helfen - Kuttner"

In: "An, laut, stark: Fritz - Das Buch zum Radio" - (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2003)


Befreit von staatlicher Bevormundung, gingen die DT 64-Redakteure mit großem Idealismus ans Werk. Abends kamen Spezialsendungen für verschiedenste Musikrichtungen, auch für mich war eine dabei. Ronald Galenza moderierte ab Anfang 1990 die zweistündige "Spätvorstellung". Er spielte tonnenweise neue Sachen vor allem aus England, die mich zum einen an meine damalige Indie-Lieblingsbands wie Cocteau Twins oder The Smiths erinnerten, andererseits aber auch an einheimische Combos wie Die Vision. Besonders 1991 überhäufte mich "Electric Galenza" mit neuen, guten Platten. Alles Sachen, von denen ich noch nie gehört hatte, die aber genau meinen Geschmack trafen. Es war echt verrückt. Gut ein Viertel meiner Platten- und CD-Sammlung von heute läßt sich auf Galenzas Empfehlungen zurückführen.

Sascha Lange: in "DJ Westradio" - Aufbau-Verlag


Ronald Galenza [Berlin] is joint publisher of numerous books about the Underground music scene of the GDR. He's been working as a journalist, DJ, radio presenter and musician (with Jähzorn) since the mid-80s, but he has also been busy writing his own poetry and texts. On this occasion he read from a story that tells the adventures of the East German underground band Der demokratische Konsum. Another entertaining bit of work that will hopefully be published sooner rather than later.

Karendeluxe, Karen Wendland, Bristol, U.K.

 

Dem interessierten Leser möchte man noch die beiden, ebenfalls von Galenza veröffentlichten Bücher "Wir wollen immer artig sein" (zu DDR-Underground allgemein) sowie "Mix mir einen Drink" (zu Feeling B) empfehlen, die "Spannung. Leistung. Widerstand" zu einer Quasi-Trilogie umfassend erweitert. Gerade ersteres ist für das Verständnis einiger Zusammenhänge und aufgrund etlicher Querverweise den Kauf wert.

Sascha Neumann

Um Subkultur ganz anderer Art ging es beim Videovortrag von" Too Much Future" von Galerist Henryk Gericke und Radiomoderator und Schriftsteller Ronald Galenza. Die beiden plauderten über den DDR-Punk der frühen 1980er Jahre, zeigten Fotos und spielten Songs von Bands wie Planlos, Schleimkeim, Zwitschermaschine oder Rosa Extra. Zwei kluge Männer erinnerten an einige Anekdoten über die ostdeutschen Verweigerer der Einvernahme durch Einheitspartei und DDR-Staatsorgane. Und tatsächlich war Punk zu sein in der DDR nicht ganz ungefährlich. Viele gingen für ihre politischen Texte in den Knast wie Otze von der Erfurter Band Schleimkeim oder Jana Schloßer von der Ost-Berliner Band Namenlos.

So schließen sich für den interessierten Berliner Kulturgänger Kreise auf diesem Festival, das mit diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit, der mit der ostdeutschen Post-Punkbewegung vor der Wende noch fortgesetzt wird, an die Geschichte des Austragungsortes Kulturbrauerei erinnert, der mit seiner Umgebung des alten Prenzlauer Berg eng verwoben ist.

Stefan Bock, "Der Freitag" - 26/08/2017

 

Aktuell (Juni 2013) höre ich gerade die alte DT 64-Sendung "Schall & Rauch" mit Holger Luckas und Ronald Galenza. Die ganze 6-Stunden-Sendung liegt auch bei Tape Attack, trotz heftigsten Artefakten des Videobandes ist es ein Genuss. Da sieht man nochmal was den Sender ausgemacht hat! Diese Indie-Nacht mit Ronald Galenza und Holger Luckas könnte man gefahrlos heute 1:1 bei Radio1 senden. Es würde wahrscheinlich nicht mal jemand den "kleinen" Unterschied merken...  Die waen soweit vorne!

Der Radiator auf: radioforen.de