Der Schellenkönig

Ich bin der Schellenkönig. Lobt mich über den grünen Klee! Preist mein Geschick! Labt euch am Klang des Wortes, lechzt nach dem Titel! Seid eifersüchtig, seid ehrfürchtig. Ich bin der Schellenkönig! Haltet Andacht oder sinnt nach Intrige. Nichtsdestotrotz: Ich bin der Schellenkönig! Ha, wie die Neider geifern. Der Speichel tritt schaumig in die wutverzerrten Mundwinkel. Ja ihr Herren, euch hilft alles nichts mehr - ich bin der Schellenkönig. Staunt! Staunt! Verwundert euch - was, der ist der Schellenkönig? Das soll der neue Schellenkönig sein? Wie mich eure ungläubigen Gesichter freuen. Dies hilflose Umherblicken von Mann zu Mann, das heimliche Getuschel. Das hilft euch nichts mehr, ich bin der Schellenkönig. Nun ist nichts mehr rückgängig zu machen. Diese Runde habe ich gewonnen. Hab euch alle samt aus dem Felde geschlagen. Mein Name prangt an erster Stelle. Gegen euer Unbill, gegen allen euren Unwillen, der Schellenkönig bin ich. Berauscht euch daran, feiert, seid trunken ob der Botschaft. Gibt es frohere Kunde? Der Sieg ist mein. Alle Spannung gelöst, der Druck gewichen. Alle ist nun wieder einfach und in seiner Bahn. Ob Freund oder erbitterter Widersacher - ich bin der Schellenkönig.

r.galenza