Das Unfaßbare

Ich fasse nicht. Oder nur ungenügend. Ich fasse völlig unzureichend. Oft werde ich gescholten dafür. Aber ich habe mich erkundigt. Mich trifft nicht die Hauptschuld. Es ist begrenzt. Dazu ist auch noch sehr verschieden. Von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dabei hängt es von vielen Einflüssen ab. Von den unterschiedlichsten Faktoren. Bei mir ist es stark begrenzt. Ich fasse nur schlecht und sehr mangelhaft. Woran es liegt, kann ich nicht schlüssig ergründen. Am Alter wird es bestimmt noch nicht liegen. Dazu fühle ich mich noch zu gut. Ich stehe ja auch noch lange nicht im Zenit. Das ist noch ein weiter Weg. Vielleicht liegt es am Hirn. Doch ich zweifle darin. Aber das ist schon gut möglich. Wahrscheinlich rührt es noch von der Kindheit her. Da gab es oft Schwierigkeiten. Immer zu bestimmten Zeiten. Aber dazwischen lagen wieder lange Pausen. Nichts ernsthaftes geschah. Und völlig überraschend war es dann wieder da. Unvorbereitet und heftig. Es ließ dann aber auch schnell wieder nach. So ging es immer eine gewisse Zeit. Nicht sehr angenehm, so gedultet eben. Manchmal spür ich es noch, als ob es wieder kommen wolle. Aber es bleibt noch aus. Es ist ziemlich verwirrend. Zu ändern ist sowieso kaum noch etwas, was sollte ich schon tun? Ich fasse schlecht, zu oft werde ich darauf hingewiesen. Ja förmlich darauf gestoßen. Ich muß es hinnehmen, einen Ausweg sehe ich nicht. Ich werde mich abfinden müssen.

r. galenza